EERIE VON'S SPIDERCIDER
THAT'S ALL THERE IS (SLUMLORD)
Laute Musik, Kunstblut, verrückte Frisuren, bildende Kunst (ja, der Mann malt tatsächlich: ,Fiend Art") und mehr laute Musik: EERIE VON blickt auf eine turbulente Karriere zurück.
Was quasi unschuldig in den späten 70ern mit den ROSEMARY'S BABIES und einem Platz hinter dem Schlagzeug begann, wurde von GLENN DANZIG und den MISFITS gründlich auf den Kopf gestellt.
GLENN bot EERIE der Legende nach - nachdem der bereits als Roadie und Photograph mit der Band unterwegs gewesen war - einen Platz bei den MISFITS an, den EERIE jedoch ablehnte, nur um in den 80ern in GLENNs neuer Band SAMHAIN den Bass zu schwingen, bevor die ihren Namen zu DANZIG änderten und sowieso von der musikalischen Landkarte der Zeit nicht mehr wegzudenken waren.
Als ob das noch nicht genug wäre und sich EERIE nicht auf seinen fiendigen Underground-Lorbeeren ausruhen könnte, sorgte der hier und da blutüberströmte Herr auch noch ganz allein für Furore.
Mit Mike Morance ließ er 1995 sein Solodebüt ,Uneasy Listening" auf die Welt los; 1998 folgte ,The Blood And The Body".
2004 setzte EERIE VON mit ,Bad Dream No. 13" noch einen drauf, um 2007 als EERIE VON'S SPIDERCIDER ,That's All There Is" zu konstatieren (US-VÖ 2006 über Ghastly Records).
Wie immer auch der Apfelmost geartet sein mag, den Spinnen wirklich trinken, so schlägt EERIE VON auf ,That's All There Is" - ob nun vom Cidre angesäuselt oder nicht - einen neuen Weg geradeaus Richtung Punk ein.
Dass das Ganze dann für EERIEs Verhältnisse fast schon unbeschwert upbeat daherkommt, wird vom typisch finster-knisternden EERIE-Sound wieder mit Nachdruck gerade gerückt.
Am Ende jedoch kehrt ,That's All There Is" wieder in die gewohnt düstere Nische zurück, in der EERIE VON schon immer irgendwie zu Hause war.
Und natürlich zeichnet EERIE - wie auf den Vorgänger-Alben - auch auf ,That's All There Is" für ALLES verantwortlich: er selbst hat alle Songs komponiert, Instrumente eingespielt, gesungen, produziert und abgemischt.
Mastermind is the word!