LEGENDS, THE
UP AGAINST THE LEGENDS (LITTLE TEDDY)
Vier Umwege zum Ruhm: Gründe eine achtköpfige Band. Nimm dafür bloß keine erfahrenen Musiker. Vergiss den Schlagzeuger, den Rhythmus machen zumeist Tamburin und Handclaps.
Sei offen für Stilanleihen bei The Jesus & Mary Chain, aber deute deren düsteren Noise-Rock in souligen Zweiminutenpop um.
Riecht nach Konzept, ist aber tatsächlich ein großartig Debüt, dem die Liebe zur Musik aus jeder verzerrten Bassnote spricht.
Verantwortlich für die mitreißendehalbe Stunde zeichnet Songschreiber / Produzent Johan Angergård, der aus der künstlerischen Beschränkung seiner Mitstreiter etwas schuf, das mehr ist als die Summe seiner Teile.
Allem unfertigen Charme zum Trotz stecken in den fünfzehn Songs große Melodien, die Eingängigkeit in drei Akkorden buchstabieren.
Die um Schwermut wissen, aber etwas Besseres an die Hand geben. ,Up Against The Legends" ist das Zeugnis einer Begeisterung, die sich mitteilen will.
Die Haltung, die dahinter steckt, sagt: Der Weg ist das Ziel. Wo The Legends entlanggehen, sprießen Blumen aus der von zu vielen gleichen Schweden-Pop-Bands verbrannten Erde.