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GAVIN PORTLAND: Per Vulkanausbruch aus der Wirtschaftskrise. Neues Album als Befreiungsschlag!

Kein Apostroph. Keine Geysir-Romantiken. Keine Feen-Elfen-Troll-Märchen. Und trotzdem Island. Geht das?

Es geht! Seit Anfang 2008 gibt es dafür den Beweis. „Gavin Portland machen Schluss mit Apostrophen, Träumereien und gemütlichen Ohrensesselfantasien von Elfen.“ (Visions) Ein Satz in einer Rezension, der als Referenz das GAVIN PORTLAND Debütalbum "III: Views Of Distant Towns" zugrunde lag. Und der zu folgendem – treffsicheren – Schluss kam:

„Sicher ist, dass "III: Views Of Distant Towns" eines der wichtigsten (Post-)Hardcore-Alben des Jahres geworden ist, ganz sicher das wichtigste eines Newcomers.“ – Visions 178, Schönheit der Ausgabe

Wer damals nicht völlig taub, ahnungslos oder beinharter Hasser aller Arten Musik härterer Gangart war, musste dem wohl oder übel zustimmen. Und hoffen, dass der „schwierige“ Zweitling daran wird anknüpfen können. Kann er. Aber anders…

Die Umstände… hielten GAVIN PORTLAND davon ab, die Rechnung für das God City Studio und Produzent Kurt Ballou (CONVERGE) sofort zahlen zu können. Stichwort Wirtschaftskrise. Sie traf Island mit der Wucht eines Hammerschlags von Thor. Aus diesem Grund musste sich auch das (legendäre) Label 12 Tonár vom Geschäft zurückziehen. Kein Geld, kein Label. GAVIN PORTLAND machten aus der Not eine Tugend und stellten "IV: Hand In Hand With Traitors, Back To Back With Whores" innerhalb einer einzigen Woche im Sommer 2008 fertig. Und begaben sich auf die Suche. Und fanden We Deliver The Guts. Dem hauseigenen Cargo Label klangen die Songs von „III…“ noch wohlfeil in den Ohren und fackelten nicht lange. Womit sie sich an den Rand eines aktiven Vulkans begaben...

Denn es ist angesichts der „Umstände“ wohl kaum eine Überraschung, dass der Nachfolger des Gesellenstücks härter und aggressiver daherkommt. Und als würden die „Umstände“ nicht völlig als Erklärung ausreichen, hat GAVIN PORTLAND Sänger Kolli noch eine weitere- künstlerischer Natur - am Start: "Wir haben einige der Indierock Elemente, die es auf 'III' noch gab, ausgemerzt. Die Texte sind jetzt direkter und weniger poetisch. Wir wollten ganz einfach mehr Arschtreten." Im Klartext: Geysir war gestern, Vulkan ist heute. Das neue Album klingt wie ein Befreiungsschlag aus der Krise.

GAVIN PORTLAND
"IV: Hand In Hand With Traitors, Back To Back With Whores"
(We Deliver The Guts)
Vö: 12.02.2010