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16.11.2022 | 16:13

shame kündigen ihr drittes Album an // „Food For Worms“ erscheint am 24.02.2023 via Dead Oceans // Video zur Single „Fingers Of Steel“ feiert heute Premiere!

shame haben heute „Food For Worms“ angekündigt - ihr dynamisches drittes Album, das am 24. Februar 2023 bei Dead Oceans erscheint. Die Band kündigt außerdem ihre bisher größte Europa-Tournee an, für die die UK-Indie-Rocker auch in Deutschland für vier Termine haltmachen werden (siehe alle Termine weiter unten). Die heutige Ankündigung wird mit der Single „Fingers Of Steel“ komplett. Unter der Regie von James Humby zeigt das zugehörige Musikvideo, wie die Band in 19-Stunden-Schichten gefälschte Social-Media-Accounts erstellt, um ihr eigenes Material zu liken, sich selbst zu folgen und zu kommentieren. Sänger Charlie Steen sagt über das Video: „Selbstbesessenheit, Geißelung in den sozialen Medien und Tod sind in dieser Oscar-nominierten Aufführung zu sehen. Niemand hat jemals zuvor ein solches Video gemacht, und wenn ihr es euch anschaut, werdet ihr sehen, warum. Stellt euch „Casablanca“ vor - aber in Farbe und besser.“

Die Album-Ankündigung folgt auf ihre eben abgeschlossene US-Tour ihres zweiten UK-und-DE-Top-10-Albums „Drunk Tank Pink“ und lässt die Band in eine neue, surreale Landschaft eintauchen, die sich auch im Coverdesign des renommierten Künstlers Marcel Dzama widerspiegelt. Es ist eine Anspielung auf das, was ungesagt bleibt, was unter der Oberfläche liegt - auf den absurden und fantastischen Alltag, in dem wir leben, in einer Gesellschaft, in der sowohl alles als auch nichts möglich ist.
shame kündigen ihr drittes Album an // „Food For Worms“ erscheint am 24.02.2023 via Dead Oceans // Video zur Single „Fingers Of Steel“ feiert heute Premiere!

Einerseits erinnert das neue Album „Food For Worms“ an eine gewisse Mortalität, andererseits feiert es das Leben bzw. die Einsicht, dass wir uns letztendlich gegenseitig brauchen. Das Album ist eine Ode an die Freundschaft und eine Dokumentation der Dynamik, die nur fünf Menschen teilen können, die zusammen aufgewachsen und - allen Widrigkeiten zum Trotz - eng zusammengewachsen sind.

Zum ersten Mal ist die Band nicht in sich gekehrt, sondern versucht, die Welt um sich herum zu erfassen. „Ich glaube nicht, dass man ewig in seinem eigenen Kopf sein kann", sagt Steen. Bei einem Gespräch mit einem Freund nach einem ihrer Auftritte kam ihm ein abschweifender Gedanke, den er festhielt: "Es ist seltsam, nicht wahr? In der populären Musik geht es immer um Liebe, Liebeskummer oder um sich selbst. Es gibt nicht viel über deine Kumpels.”

Dadurch und teilweise aus Trotz hat sich die Band immer wieder zusammengerauft, hat Licht in unbequemen Kontraktionen gefunden und ihre Schwächen als Stärken ausgespielt: Die Beinahe-Zusammenbrüche, Identitätskrisen, Frontmann Charlie Steen, der sich auf der Bühne routinemäßig sein Oberteil vom Leib reißt, um damit seine Unsicherheiten in Bezug auf sein Körpergewicht zu bekämpfen. Dies alles findet sich in den Konzerten der Band wieder, bei denen sie gerade in Bestform sind.

2018, rund um die Veröffentlichung ihres Debüt-Albums „Songs Of Praise“, standen shame an der Spitze einer sich wandelnden Szene, die die Underground-Musiklandschaft in Großbritannien veränderte und den Weg für kommende Künstler*innen ebnete. Dann erlitt Charlie Steen eine Reihe von Panikattacken, die zur Absage einer Tour führten. Zum ersten Mal, seit sie von den kleinen Pub-Bühnen im Süden Londons geholt und in die Berühmtheit katapultiert wurden, wurden shame damit konfrontiert, zu was die Band gewachsen war. Diese Ära, in der man gezwungen ist, die Realität und den Schrecken, der mit der eigenen Person einhergeht, zu ertragen, sollte shames zweites Album „Drunk Tank Pink“ (2021) formen. Jetzt sind sie endlich an einem Ort der hart erkämpften Reife angekommen: Steen nennt „Food For Worms“ den „Lamborghini unter den shame-Platten“.

Die Wiederentdeckung von dem, was sie anfänglich überhaupt daran liebten, in einer Band zu sein, brachte sie dazu, das Album nach einem Fehlstart während der Pandemie zu machen. Ihr Management stellte sie dann vor eine Herausforderung: Innerhalb von drei Wochen sollten shame zwei intime Konzerte spielen und dabei zwei Sets mit völlig neuen Songs vorstellen. Das bedeutete, dass die Band zu derselben Ideologie zurückkehrte, die sie überhaupt erst in diese Höhen katapultiert hatte: die Liebe zum Live-Spielen unter eigenen Bedingungen, angespornt durch ihr Publikum. So entstand „Food For Worms“ schneller als alles, was die Band zuvor geschaffen hatte. Die Band nahm das Album auf, während sie auf Festivals in ganz Europa spielte, beflügelt von der starken Reaktion, die ihr neues Material hervorrief. Diese Live-Energie und das, was es heißt, shame in ihrem Element zu erleben, ist auf der Platte perfekt eingefangen - wie ein Blitz in einer Flasche.

Das Album markiert eine klangliche Abkehr von allem, was sie zuvor gemacht haben. shame haben ihre Post-Punk-Anfänge für weitaus vielseitigere Einflüsse aufgegeben und schöpfen aus den scharfen, aber unkomplizierten lyrischen Beobachtungen von LOU REED und den melodischeren Werken der deutschen Band BLUMFELD aus den 90ern. shame beauftragten den renommierten Produzenten Flood (NICK CAVE, U2, PJ HARVEY, FOALS) mit der Umsetzung ihrer Vision. Die Live-Aufnahme jedes Titels bedeutete eine Art Kapitulation: Hier geben die rauen Kanten dem Album seine Textur; die Fehler sind interessanter als die Perfektion. In gewisser Weise erinnert das so an den Titel des Albums und daran, dass die Band mit dieser Platte ihre Zerbrechlichkeit umarmt und damit eine neue Quelle der Tapferkeit erschließt.
 

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BLACK SCREEN RECORDS · LP · ID 153725
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